Besatz auswählen

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Hi,

Du möchtest Dir ein Aquarium anschaffen, oder hast es schon?

Ich gehe davon aus, daß Du weißt, was NITRIT ist?
Wenn nein, belese Dich bitte dazu, denn es ist wirklich sehr wichtig.

In diesem Artikel möchte ich nur mal aufgreifen, welche Gedanken man sich machen sollte, bei der Auswahl seiner Fische.

Und wer sie schon hat:
Es schadet nicht, sich alle diese Fragen auch dann mal zu stellen, um zu überprüfen, ob der Besatz auch wirklich passend ist.

Um Fische gut zu pflegen, muß man auch versuchen ihre Lebensweise und ihre Ansprüche zu verstehen/ einzuschätzen.
Natürlich ist das am Anfang schwer.
Dennoch solltest Du Dich folgendes fragen, bevor Du Dir Fische kaufst:

– wie groß wird er?
– wieviel Platz sollte er haben?
(Mindestangaben beziehen sich meisten nur auf die Haltung dieser einen Fischart, kommen weitere dazu, braucht man mehr Platz!)
– lebt er als Paar(2) , in der Gruppe ( ab 6) oder als “Schwarm” ( ab 10)?
( Ich persönlich Staffel das als Minimum eher: 2, 10, 20 nur als Anmerkung)
– ist er revierbildend, sprich, will er einen bestimmten Bereich nur für sich?
– würde er sich friedlich den Platz mit anderen teilen?
– WO hält er sich meistens auf? Oben, unten, mitte? Oder ist er tatsächlich überall unterwegs?
– Nacht oder tagaktiv?
– kommen sich nun bei mehreren Fischarten manche in die Quere?
(Beispiel: Wels ist Nachts am Boden unterwegs, wo z.B Panzerwelse und Zwergbuntbarsche schlafen)
– Frisst/jagt er andere Fische?
– vermehrt sich dieser Fisch stark?

– welche Temperatur benötigt er?
– wie hart darf/ soll das Wasser sein?
– wie hoch/niedrig sollte der Ph liegen?
– braucht das Tier besondere Wasserwerte?
(Und kann/will ich die überhaupt “panschen”?)

– Was frisst der Fisch?
Nur Trockenfutter ist nicht das Gelbe vom Ei, man sollte auch Frostfutter geben, wenn man kann Lebendfutter und bei Fischen die es benötigen sogar Gemüse etc. . Abwechslung ist hier wichtig!
– wie oft braucht das Tier Futter?
– kommt es bei dem restlichen Besatz gut ans Futter (langsamer Fresser) oder frisst er allen anderen das Futter vor der Nase weg?
– kann er auch während meines Urlaubs eine Hungerzeit/ reduzierte Fütterung vertragen?

Wie muß die Einrichtung aussehen?
– überall dicht bepflanzt?
– nur am Rand dicht bepflanzt?
– bis an die Wasseroberfläche oder darf es oben “frei” sein?
– großblättrige Pflanzen oder eher ganz feines Kraut? Oder darf beides rein?
– muß Holz, also Wurzeln, mit rein (z.B. als Futter für Welse?) ?
– dürfen Steine rein, wenn ja dürfen sie das Wasser aufhärten?
– mehr offene Bodenbereiche ( z.B. für Panzerwelse) oder eher dicht strukturiert, also “vollgestellt” ( z.B. Zwergbuntbarsche)
– braucht das Tier Höhlen? Unterstände? Oder einfach nur flache Steine/Wurzeln?
– wie sollte der Boden beschaffen sein? Reicht Kies oder muß Sand her?

Das sind die ersten Fragen , die ich für mich abkläre und dann mache ich mir Gedanken über die genauere Bepflanzung.
Auch hier sollte man genau wissen, welche Pflanze man kauft.
– wie groß sie wird
– wie ihre Blätter später im Aquarium aussehen (meist anders als beim Kauf! Stichwort: emerse Zucht)
– wie viel Licht benötigt sie?
– braucht sie zwingend C02 ?
– braucht sie Flüssigdünger, bzw. Dünger an den Wurzeln?
– ist sie zartblättrig, sprich habe ich ruppige Fische, die sie zerreissen?
– könnten ( eventuell vorhandene) Welse an die großen Blätter rangehen?
– ist es eher eine Schwimmpflanze, bzw. kann ich sie dafür nutzen?
– welche Temperaturen sind nötig?

Nur mal als Beispiel.

Das sind alles Fragen, die Du VOR dem Kauf von Fischen, (bzw. Pflanzen) abklären solltest.
Für jede einzelne Fischart.
Immer in Abklärung, ob dadurch eine andere Tierart im Aquarium gestresst , bzw. sogar bedroht wird.

Erst dann, wenn alles für die positive Pflege der Tiere spricht, kannst Du sie kaufen.

Denn die Fische können nichts an ihrem Zuhause ändern, sie sind hilflos auf Dich angewiesen. Du bist also derjenige, der entscheidet wie sie ihr Leben verbringen.

Dann mal ran ans lernen, fragen, lesen, googeln und überprüfen.

Viel Text, ich weiß.

Aber Aquaristik bedeutet auch viel zu berücksichtigen.
Das macht man später automatisch und das ist es eigentlich auch, was Spaß macht.
Etwas über die jeweiligen Tiere zu lernen.

Posted on: 21. Februar 2018Verena

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