C.pygmaeus

C.pygmaeus

Corydoras pygmaeus ist ein ganz besonderer Panzerwels.
Ich habe ihn in den vergangenen 20 Jahren immer wieder gepflegt, ohne geht wohl nicht.^^

C.pygmaeus

Er kommt aus Brasilien und wird nur knapp 2,5-3 cm groß.

Eine Besonderheit dieses kleinen Welses liegt darin, dass er auch freischwimmend ist, sich also sehr oft und ausgiebig im mittleren Schwimmraum aufhält.

Bei mir schwimmt er gerne mit den Salmlern mit, um sich dann auf einem erhöhten Platz, wie z.B. einer Wurzel oder einem Pflanzenblatt, auszuruhen. Diese Eigenart sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden wenn man sie vergesellschaften möchte, damit ausreichend Platz, also ein freier Schwimmraum, vorhanden ist und dort nicht schon zu viele Fische weilen.
Bei sehr präsenten anderen Fischarten kann es passieren, daß siech dieser kleine Wels zurückzieht und nur noch im verborgenen aufhält, eine sorgfältige Wahl der Beifische ist also nötig.

C. pygmaeus sollte meiner Meinung nach wie alle Panzerwelse auf Sandboden gehalten werden, denn trotz seiner Vorliebe des Freischwimmens, unternimmt er dennoch lange Streifüge über den Boden und gründelt ausgiebigst durch Mulm und Sand, indem er diese durch die Kiemen rieseln lässt.
Stellenweise gröbere Kiesel bieten etwas abwechlsung und er der sich darin verfangene Mulm wird emsig nach Futter durchsucht.

Corydoras sind gesellig und brauchen unbedingt Ihresgleichen und zwar von der selben Art!
Ich persönlich würde Corys niemals unter 10 (ich tendiere sogar mittlerweile eher zu 15 Tieren) halten, gerade bei solch kleinen Exemplaren bietet es sich geradezu an, endlich auch mal größere Gruppen halten zu können.
Der Unterschied in meiner Haltung ist schön zu sehen, meine Größte Gruppe ( Stand: um 2015/16) besteht aus 50 Tieren in einem Rio 180.

Weiches, neutrales ( darf auch ruhig etwas saurer sein) , kühles und sauerstoffreiches Wasser ist eine Grundvorrausetzung um sie erfolgreich zu pflegen, ebenso das geeignete Futter.

Mit ihrem kleinen Maul können sie natürlich auch nur kleines Futter zu sich nehmen. Lebendfutter wie junge Wasserflöhe, Artemien oder auch kleine Mückenlarven werden gierig gejagt und verspeist, aber auch eine (zugegebenermaßen selten) verabreichte Futtertablette lässt den ganzen Pulk hektisch zusammenkommen.
Sehr gut geeignet zur ERGÄNZUNG sind auch Mikrowürmchen oder kleine Tubifex.
Rote Mückenlarven sind meist zu groß und ich füttere sie nicht.
Wenn ausreichend Javamoos und Mulm vorhanden ist, so kann man sich sicher sein, dass sie immer etwas im Bauch haben.
Ansonsten sollte man darauf achten, dass C. pygmaeus gerade bei Vergesellschaftung mit anderen Fischen nicht zu kurz kommt.
Sie sind sehr zart und lassen sich schnell von größeren, rabiaten Fischen verjagen
Zwerggarnelen sind z.B. ein sehr geeigneter Beibesatz.
C.pygmaeus

Momentan ( Stand : 2004) schwimmen sie noch mit meinen Platys zusammen, bei dieser Zusammenstellung muß darauf geachtet werden, daß die Kleinen genügend Futter abbekommen!
Sobald ich kann, werde ich diese Zusammenstellung zu Gunsten der Welse ändern.

Hält man sie in einem Artenbecken, so reicht schon ein 60er AQ aus um eine schöne Gruppe zu pflegen. Sandboden, eine dichte Randbepflanzung, einige Wurzeln, etwas Laub und eine nicht zu helle Beleuchtung stellen dann die ideale Gestaltung dar.
Der Renner sind bei mir die Bacopa caroliniana, auf deren festen kleinen Blättern liegt dann fein brav in Stockwerken aufgeteilt die ganze Meute… sieht lustig aus…*LOL*
Ich habe ja in den Aquarien Mattenfilter und diese werden auch ausgiebigst abgeweidet, es scheint also immer etwas lohnenswertes zu finden da zu sein.

C.pygmaeus

Auch “surfen” sie unglaublich gern im Filterstrom mit, welcher jedoch bei mir nur stark gedrosselt ist (direkt am Auslass, dann verläuft es sich schnell), ansonsten ist das Aquarium recht strömungsfrei. Ansaugschläuche sollten mit einem wirklich feinen Korb, am besten noch mit einem Stück Filterschwamm gesichert werden. Ich mußte sogar meinen Cyclo 500 (CO2 Reaktor, Dennerle) unten mit einem Netz absichern, da die kleinen Kerlchen, genau wie die H.amandae, dort mit Vorliebe rein schwammen…

Dieser Fisch ist ein sehr interessanter Pflegling, doch ich rate ab, ihn in einem “normalen Gesellschaftsbecken” mit agilen, größeren Fischen einzusetzen …er ist zu scheu und zart, würde dort über kurz oder lang eingehen.

Perfekt würde ein Artenbecken sein. Jedoch gibt es auch einige Fische, die ihn nicht behelligen und ihm sogar durch ihre angstlose Art etwas seine Scheu nehmen.

Beim Erwerb sollte unbedingt darauf geachtete werden, dass die Tiere agil im Becken schwimmen und gesund sind.
Selten sehe ich gesunde Pygmaeus im Handel. Durch Transport und falschen Futter sind sie meist schon stark geschwächt und somit oft auch schon mit Flossenfäule, Darm/Hautparasiten oder bakteriellen Erkrankungen infiziert.

C.pygmaeus

Aktualisierung 2016:
Ich habe sie fast ein Jahr mit H. formosa gepflegt, es schien gut zu klappen, wobei die Pygmaeus recht zurückgezogen lebten.
Nach Herausnahme der Zwergkärpflinge sind sie weit aus agiler im vorderen Bereich zu sehen, deutlich präsenter.
Als Beifische sind einige Hara jerdoni (Übernahme eines Aquarianers), einem Trio C. lalia, A. normani und einer Gruppe P. anguillaris.
Diese Kombination scheint harmonisch zu sein und ich kann verstärkt füttern, da die Dornaugen die kleinen Welse nicht belästigen, aber Futterreste gut vertilgen.

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Posted on: 21. Februar 2018Verena

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